Nachsynchronisation und Austausch von Dialogen.

Nach der Aufnahme des O-Tons am Set von Film- und Fernsehproduktionen kann es vorkommen, dass Dialoge ausgetauscht oder zusätzlich eingefügt werden müssen. Die Gründe für eine Nachsynchronisation (ADR) sind manigfaltig und erstrecken sich hierbei über planmäßige Verfahren, wie z. B. bei Szenen, bei denen Hintergrundgeräusche im Vornherein nicht auszuschließen sind; der Dialog im Originalton in einer Fremdsprache vorhanden ist, welche gegen eine andere Sprache lippensynchron ausgetauscht werden soll; der Text des Dialoges nach den Originaltonaufnahmen verändert werden soll oder gar verändert werden muss; bis hin zu, dass der Originalton technischen, qualitativen Einschränkungen am Set unterlag.

ADR hat sich seit den 1930er Jahren zum Standardverfahren in der Postproduktion entwickelt, welches signifikante Vorteile bietet, vor allem auch heutzutage in einer digitalisierten Branche. Die wohl größten Vorteile sind natürlich die Einsparung von Zeit und demzufolge auch Einsparung von Kosten. Im Zeitalter der Digitalisierung kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu, dass die ADR Aufnahmen remote durchgeführt werden können. Dies bedeutet, dass der Schauspieler, beziehungweise der Synchronschauspieler sich in einem anderen Tonstudio einer anderen Stadt (weltweit) befinden kann, während die Tonaufnahmen im Tonstudio von Audio Post Leipzig erfolgen können.

Hierbei verbinden sich beide Tonstudios über eine Internetleitung. Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, dass auch Sie als Auftraggeber beziehungsweise die Regie sich remote zur ADR-Session zuschalten können, von einem beliebigen Standort aus, um bei Bedarf in Echtzeit zusätzliche Regieanweisungen bei den Aufnahmen zu geben, um das beste Ergebnis in kurzer Zeit erzielen zu können. Hierfür ist lediglich eine schnelle Internetverbindung erforderlich sowie eine Software, wie z. B. VST Connect der Firma Steinberg Media Technologies GmbH. Mehr dazu finden Sie unter der Rubrik Remote Recording.

Die Takes werden im Tonstudio Leipzig ersetzt und lippensynchron angelegt. Im Anschluss werden diese noch dem Klangbild der jeweiligen Filmszenen bzw. des Originaltons im Sound Editing entsprechend angepasst.

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